Doppelbetreuung
Zur Sicherung der Betreuungsqualität von Doktorierenden werden an der Universität Bern alle Doktorierenden von mindestens zwei qualifizierten Wissenschaftler*innen betreut. Wichtig dabei ist, dass die Betreuungspersonen unabhängig voneinander sind, d.h. die Zweitbetreuung gehört nicht derselben Abteilung wie die Erstbetreuung an und ist insbesondere dieser nicht unterstellt. Zweitbetreuungspersonen müssen in der Regel nicht zwingend Angehörige der Universität Bern sein.
Warum Doppelbetreuung?
- Zwei Ansprechpersonen: Für Feedback, Mentoring und bei Konflikten – doppelte Unterstützung für die Doktorierenden.
- Fachliche Breite: Unterschiedliche Perspektiven und Expertisen fördern die Qualität und Tiefe der Dissertation.
- Verlässlichkeit bei Abwesenheiten
- Betreuung bleibt auch bei Krankheit, familiären Verpflichtungen oder intensiven Lehrphasen gewährleistet.
Wie ist die Betreuung organisiert?
- Klassisch-hierarchisch: Haupt- und Zweitbetreuung mit klarer Rollenverteilung.
- Co-Betreuung auf Augenhöhe – ideal für kollaborative Projekte mit viel Austausch.
- Die Hauptverantwortung bei der Betreuung liegt in jedem Falle bei der Erstbetreuung.
Was macht eine gute Doppelbetreuung aus?
- Klare Festlegung der Rollen und Erwartungen: Frühzeitige Abstimmung zwischen den Betreuungspersonen sowie mit der Doktorandin oder dem Doktoranden beugt Missverständnissen vor.
- Mitsprache: Die Betreuungskonstellation wird gemeinsam mit den Doktorierenden festgelegt.
- Regelmässiger Austausch: Gemeinsame Treffen fördern Transparenz und Teamarbeit.
- Klare und offene Kommunikation: Bedenken frühzeitig ansprechen – das stärkt die Zusammenarbeit.
Herausforderungen
Widersprüchliche Rückmeldungen und Empfehlungen: Unterschiedliche Sichtweisen können zu Unsicherheiten führen – hier hilft eine von Beginn weg klare Festlegung der Rollen und Verantwortlichkeiten.
